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| 11.03.2010/Hundebekleidung/Russkiy Toy im Winter |
Unsere Hunde haben wie viele andere Tiere auch die Fähigkeit, jahreszeitlich die Eigenschaften ihres Fells zu variieren. Das nennt man „Fellwechsel“ und sie verändern hierbei die Dichte ihres Fells, um sich so vor Kälte zu schützen. Das Winterfell kann aus gekräuselten Wollhaaren oder aus einem dichten, kurzen Unterfell bestehen. Diese Fellveränderung wird hormonell durch die Verkürzung der Tageslichtphasen gesteuert. Es gibt jedoch auch Hunde, deren Fell keine Unterwolle besitzt und die nur über ihr Deckhaar verfügen. Diese armen Tiere haben auch in den kalten Monaten nur ein dünnes Fellchen und frieren deshalb schnell. Für sie kann insbesondere nass-kaltes Wetter gefährlich werden und zu Blasenentzündungen, Bronchitis oder Erkältungskrankheiten führen. Sie zittern vor Kälte wenn es nach draußen geht und bleiben am liebsten am warmen Ofen liegen.
Dazu gehören Dalmatiner, Dobermann, Boxer, Pitbulls und leider auch unsere Russkiy Toys.

Russkiy Toys haben keine Unterwolle, wenig Unterhautfett und da sie so klein sind, bekommen sie schnell einen nassen Bauch. Welpen, deren Bauch noch spärlich behaart ist, Senioren, deren Wärmehaushalt oft gestört ist und Hunde, die krank oder geschwächt sind, leiden besonders an der Kälte. Sie sollten nach einem Winterspaziergang auf jeden Fall mit einem Handtuch abgetrocknet und warmgerubbelt werden.

Am Besten ist die Anschaffung eines Hundemantels, der warm hält und vor Nässe schützt. Bei der Auswahl der richtigen Bekleidung für Ihren Kleinen sollten Sie nicht auf modische sondern vielmehr auf funktionelle Aspekte achten. Das Material sollte strapazierfähig, atmungsaktiv, wind- und wasserdicht sein und Jacke oder Mantel darf weder an der Haut reiben noch den Hund in der Bewegung behindern. Achten Sie darauf, dass der Bauch auch wirklich geschützt ist, oft gibt es da nur einen Gurt zur Befestigung aber kein wärmender Stoff. Alternativ gibt es auch noch Pullover und andere bequemere Kleidungsstücke, die sie für Ihren Liebling auswählen können.
Gewöhnen Sie Ihren Kleinen zuerst an die Bekleidung, da sonst die Gefahr besteht, dass er ihn anknabbert oder zerstört. Möglicherweise kann er hierbei Teile davon verschlucken und dadurch Magen- oder Darmprobleme bekommen. Wenn Sie jedoch den Hund nicht unbeobachtet lassen und sofort nach dem Spaziergang ausziehen, kann nichts passieren. Verknüpfen Sie den Mantel mit erfreulichen Dingen, z. B. bei der Fütterung oder vorerst auf kurzen Spaziergängen. Schnell haben sich die Hunde an ihr neues Kleidungsstück gewöhnt und werden es sich problemlos anziehen lassen und bereitwillig tragen. Bewegt sich der kleine Wicht normal und geht er freudig spazieren, fühlt er sich auch in seiner neuen Haut wohl.
Autor Simone Schwarz für RUSDOG.INFO
Link:Tierheilpraxis Mahlberg








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